27.04.2012

Der Raum wird eng

Im 20min von heute stehen zwei Artikel zu diesem Thema.

Im ersten geht es um eine Meldung des Bundesamtes für Raumentwicklung:

MILLIONEN AUTOKILOMETER WÄREN ZU VERMEIDEN

Das Bundesamt hat untersucht, wieviele KM für Freizeitaktivitäten mit dem motorisierten Individualverkehr durch geeignete Massnahmen auf den ÖV umgelagert werden könnten:

PRO TAG 25 MILLIONEN KM KÖNNTEN MIT ÖV STATT AUTO ZURÜCKGELEGT WERDEN! WEITERE 800'000 KM KÖNNTEN MIT VELO ODER ZU FUSS ZURÜCKGELEGT WERDEN.

Ja, natürlich bedingt das einen Ausbau des ÖV. Aber das ist nicht der erste Schritt. Den ersten Schritt muss jeder selbst unternehmen:
1. Auto gezielt einsetzen
2. Öfters Velofahren (z.B. 1 x die Woche den Arbeitsweg oder diesen generell, so spart man auch das Fitnessabo)
3. Daran denken, dass wenn wir das Auto verantwortungsvoll und sparsam einsetzen, das super Auswirkungen hat auf Verkehrsüberlastung, Parkplatzknappheit, Stress.

Ist doch eine Überlegung wert.

Im 2. Artikel geht es um die Bevölkerung:
WIR KNACKEN DIE 8MIO-GRENZE

Damit ist für mich klar, dass nicht nur beim Auto, sondern generell beim Platzanspruch jedes einzelnen (Stichwort EFH, 2. Wohnung, mehrere Parkplätze u.s.w) ein Umdenken stattzufinden hat. Mehrfamilienhäuser sollten vermehrt gebaut werden und Platzintensive EFH verdrängen, damit wir uns auch noch auf öffentlichem Raum bewegen können. Es ist kein schöner Gedanke, nur noch von Zäunen umgeben zu sein.

Ich bevorzuge eine intakte Natur und eine schöne Umgebung. Was bringt ein EFH, wenn man doch nur bis zum nächsten Zaun sieht ;-)



24.02.2012

Cool enough (mein Kühlschrank)

 


Man nehme den Zimmerthermometer oder den vom Balkon zur Hand und schreite zum Kühlschrank. Tür auf, Thermometer rein, Tür zu.

Haben Sie eine Kühltemperatur von ca. 7° Celsius?

Denn diese Temparatur ist ausreichend. Wenn Sie es im Kühlschrank also kühler haben, können Sie Energie sparen und damit die Umwelt schonen. Eine Stufe niedriger macht ca. 15 % Energieersparnis aus.

Aber Achtung: Ab 10° wirds schimmlig ;-).

Quelle: "Einfach das Klima verändern", Pendo Verlag 

Achtung:
Optimale Temparatur je nach Quelle zwischen 5 und 7 Grad. Mit 6° liegen sie sicher nicht daneben. Mit dem Thermometer im Mittelfach und nicht zu nahe an den Wänden messen.

17.02.2012

Auf dem Boden bleiben (übers Fliegen)

Umweltbewusst oder nicht, man kriegt schon glänzende Augen, wenn man an einen Städetrip nach New York denkt, der womöglich noch weniger kostet als ein Bahnticket in ein EU Land.

Jedoch hat es so ein Flug in sich. Bei einem einzigen Flug von Zürich nach New York und zurück werden pro Passagier ungefähr 4200 Kg CO2 verbraucht.

Das sind 1240 Kg mehr, als ein einzelner Mensch in 12 Monaten an Emissionen verursachen sollte, um klimaverträglich zu sein.

Nur Vögel fliegen klimafreundlich.

Im Vergleich dazu:
Die Jahresemission eines Kühlschranks beträgt 100kg CO2. Wer im gleichen Zeitraum Auto fährt (12000 Kilometer in einem Mittelklassewagen), kann von etwa 2000 Kg CO2-Verbrauch ausgehen.

Fazit:
Im Wissen um diese Zahlen wird man sicherlich bewusster seine Ferien planen und wenn möglich, einmal mehr auf das Fliegen verzichten und z.B. den Zug wählen.

Ich halte es so, dass ich innnerhalb von Europa nicht mehr fliege und Übersee nur noch, wenn ich über einen längeren Zeitraum dort verweile, damit es sich immerhin "lohnt". Ein Wochenendtrip nach New York ist schlicht und ergreifend ökologischer Irrsinn!

Wer fliegen will/muss, aber zudem Verantwortung übernehmen möchte, kann sich unter
www.my.clymate.com die Emissionen für jede Strecke berechnen lassen. Eine damit verbundene Klimaspende geht an Energiesparprojekte in Entwicklungsländern.

Exkurs Auto:
Wie obige Zahlen zeigen, darf man sich ruhig auch mal fragen, wie stark man tatsächlich auf das Auto angewiesen ist und wenn, welches Auto erfüllt den Zweck am besten (geringster Verbrauch und Zweckmässigkeit). Die Zeit der Benzinschleudern sollte auch ein Ende haben.

14.12.2011

Ausbeutung von Mensch und Natur

Wenn Schweizer Konzerne im Ausland gegen Menschenrechte und Umweltstandards verstossen, können sie in der Schweiz nicht dafür zur Verantwortung gezogen werden. Das ist ein Skandal: Es braucht klare Regeln für Schweizer Konzerne. Weltweit.


Deshalb habe ich die Petition von Recht ohne Grenzen unterschrieben.


Bitte unterschreib auch du unter www.rechtohnegrenzen.ch


Beispiel gefällig? Schauen wir mal auf die CH-Firma Glencore mit Hauptsitz in Baar (weitere Beispiele unter obigem Link):


Ausbeutung von Mensch und Natur

Glencore hält in der Provinz Katanga über die Kamoto Copper Company KCC (börsenkotiert unter dem Namen Katanga Mining Limited KML) und die Mutanda Mining Konzessionen für Kupfer- und Kobaltgebiete mit einer Fläche von über 40 km2. Über Zwischenhändler kauft Glencore Erze von Kleinschürfern, die auf den KCC/KML-Territorien nach Kupfer und Kobalt suchen. Ohne Schutzausrüstung graben die Menschen in diesen «Mines artisanales» Tunnels, teils barfuss und mit bescheidensten Hilfsmitteln. Um in die Schächte abzusteigen, müssen sie riesige Schutthalden überwinden, wo ständig Rutsche und Steinschlag drohen. Entsprechend häufig verunfallen die Arbeitenden. So auch bei einem Unfall in Tilwezembe im Mai 2011. Sechs Arbeiter wurden dabei schwer verletzt, zehn konnten nur noch tot geborgen werden. Weder Glencores Tochterfirma, die KCC/KML, noch die Zwischenhändler (Bazano und Misia Mining) haben auf diesen Unfall reagiert. In den «Mines artisanales» in Kolwezi ist auch Kinderarbeit weit verbreitet. Tausende von Kindern und Jugendlichen schleppen die 20 Kilogramm schweren Säcke aus ungesicherten Gruben und Gängen ans Tageslicht und putzen das geförderte Erz.
Wenn die KCC/KML in ihren Konzessionsgebieten den industriellen Bergbau auf Gelände mit «Mines artisanales» ausdehnen, werden die Kleinschürfer von Sicherheitskräften im Auftrag der Firma rücksichtslos und gewaltsam vertrieben. Im Juni 2010 starben bei Ausschreitungen drei Kleinschürfer. Die KCC/KML hat vorgängig keine Massnahmen ergriffen, um die gewaltsamen Vertreibungen durch die Sicherheitskräfte zu vermeiden. Auch nach den Gewaltakten zeigte die Firma kein Interesse, die Vorgänge intern abzuklären oder sich öffentlich zur Vermeidung von gewalttätigen Vertreibungen in der Zukunft zu äussern.
Auch die Arbeitsbedingungen in den Minen, welche die Glencore-Tochter KCC/KLM selber betreibt, sind haarsträubend: Sicherheitsbestimmungen werden kaum respektiert und Hinweistafeln mit grundlegenden Sicherheitsregeln fehlen weitgehend. Da die Bergleute zudem kaum angepasste Schutzkleidung erhalten, sind sie häufig grossen Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Studien haben aufgezeigt, dass in den Minen eine stark erhöhte radioaktive Strahlung - vor allem durch Uran - vorherrscht. Gesundheitliche Schäden wie Blutarmut, Diabetes oder Unfruchtbarkeit sind nicht auszuschliessen.
Missbräuchliche Kündigungen gehören in den Tochterunternehmen von Glencore zur Tagesordnung. Mehrere hundert Personen wurden im Laufe der letzten Jahre auf die Strasse gestellt, ohne Angaben von Gründen. Oder ganz einfach, weil sie versuchten, die Rechte der Arbeitenden zu verteidigen.
Die KCC/KML kümmert sich kaum um die Gemeinden rund um die Minen und suchte bis anhin auch keinen Austausch mit der ansässigen Bevölkerung. Dabei weisen viele Gebäude als Folge der regelmässigen Sprengungen Schäden auf. Die Bewohner/innen von Musonoi, einer Ortschaft nahe der Tagbaumine T17, haben in einem Brief an die Verantwortlichen der KCC/KML auf solche Schäden hingewiesen. Sie erhielten keine Antwort – geschweige denn eine Entschädigung. Die Verschmutzung von Flüssen und des Grundwassers stellt eine weitere Belastung für die lokale Bevölkerung dar. Zur Herstellung von Kupferkathoden aus Kupferkonzentrat setzen die Fabriken Schwefelsäure und weitere toxische Substanzen ein, die ungeklärt in die Flüsse geleitet werden. Die für die Ernährung der Bevölkerung wichtigen Fischbestände wurden vollständig vernichtet.
Die Einnahmen der Provinz Katanga aus dem Bergbau gingen in den letzten Jahrzehnten stetig zurück. Dies, obwohl die Produktion nach dem Bürgerkrieg in den letzten Jahren wieder deutlich gestiegen ist. Die Unternehmen finden immer neue Schlupflöcher, um Steuern und Abgaben zu vermeiden. Beispiele sind gefälschte Dokumente, nicht deklarierte Exporte oder zu tiefe Angaben über Mengen oder Metallgehalt. Nach einem Bericht des Senats nahm die kongolesische Finanzverwaltung 2007 nur 92 Millionen US-Dollar ein statt der eigentlich geschuldeten 205 Millionen. Die KCC/KML unterhält neben dem Holdingsitz auf den Bermudas Filialen auf den ebenfalls als Steuerparadiesen bekannten Virgin Islands und der Isle of Man. Die KCC/KML muss gemäss ihren eigenen Prognosen für die Jahre 2010 bis 2013 jeweils nur ein Steuerminimum von jährlich einer Million Dollar bezahlen. Die bezüglich ihrer Geschäftsaktivitäten in der DR Kongo vergleichbare First Quantum Minerals dagegen bezahlte 2009 rund 57 Millionen Dollar.

Aktueller Stand

Glencore will über die KCC/KML und die Mutanda Mining weiter investieren und bis 2015 zum weltgrössten Förderer von Kobalt und zum bedeutendsten Kupferanbieter Afrikas werden. Ein Wandel der Unternehmenskultur hin zu mehr Transparenz und Verantwortung gegenüber Menschenrechten und Umweltstandards ist darum dringend nötig.
Die Hilfswerke Brot für alle und Fastenopfer arbeiten auf dem Thema Bergbau im Kongo. Im Frühling 2011 haben sie eine Petition mit dem Titel „Unternehmen müssen Menschenrechte achten!“ an den Bundesrat eingereicht. Dieser schreibt in seiner Antwort, die Schweiz engagiere sich bereits heute stark im Bereich der freiwilligen Initiativen für mehr Unternehmensverantwortung. Die Verletzung der Menschenrechte und die Verschmutzung der Umwelt im Konzessionsgebiet von Glencore aber gehen weiter.

08.12.2011

Bitte mitmachen! Es geht um unser Klima


Folgt dem Aufruf von WWF und helft mit! Regenwald ist zu einem sehr grossen Teil für unser Klima verantwortlich.

Es wäre die schlechteste Nachricht für das Weltklima der letzten Jahrzehnte: Mit dem neuen Waldgesetz droht der brasilianischen Amazonasregion ein gigantischer Kahlschlag. Millionen Hektar Regenwald könnten abgeholzt werden – ganz legal. Noch kann Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff diese gewaltige Umweltkatastrophe verhindern.  


Mehr: http://action.wwf.de/ea-action/action?ea.client.id=1726&ea.campaign.id=12781

AUF DIESER SEITE KÖNNT IHR DURCH REGISTRIERUNG EUERER E-MAIL ADRESSE EINEN BRIEF AN DIE PRÄSIDENTIN SENDEN. ES GEHT GANZ EINFACH!!!


DEN EFFEKT KÖNNT IHR STEIGERN, WENN IHR DEN WWF BEITRAG AN FREUNDE WEITERLEITET ODER AUF FACEBOOK VERÖFFENTLICHT USW..

04.12.2011

Heizen in Wohn- und Büroräumen

Diesen Artikel von WWF habe ich kürzlich im Beobachter gelesen. Wieder mal ein AHA-Moment.

Rund ein Drittel unseres durchschnittlichen Energieverbrauchs geht aufs Konto der Heizung. WER SEINE RAUMTEMPERATUR UM EIN GRAD REDUZIERT, SENKT DEN HEIZENERGIEVERBRAUCH UM CA 6 %! Das sind umgerechnet 125 Liter Heizöl. In Wohn- und Bürogebäuden sind Temperaturen von 20 Grad Celsius ideal (wirklich, das reicht völlig!). Im Schlafzimmer braucht es 16 - 18 Grad für eine bessere Luft- und damit Schlafqualität. In Wintergärten, Treppenhäusern oder Abstellräumen ist Heizen nicht angebracht.

Mehr zum Thema: www.wwf.ch

Also. Das schont Umwelt und Portemonaie. Ab geht's, regeln wir bewusst die Temperatur.

01.11.2011

Kein Holz = Kein Leben



Die Wälder der Erde sind unverzichtbar im Ökosystem. Dennoch wird in den grössten Gebieten weiter abgeholzt und gerodet was das Zeug hält.  Das hat massive Folgen im Kleinen, aber auch im Grossen (Klimawandel).

Man muss ja nicht auf die Nutzung der Wälder gänzlich verzichten. Jedoch haben - leider noch zu seltene - lobenswerte Beispiele in der 3. Welt gezeigt, dass es auch anders geht, als nur für die kurzfristige Nutzung planlos zu holzen oder für eine anderweitige Verwendung zu roden, ohne die krassen Folgen abzuschätzen. Nach FSC-Vorschriften wird der Wald nach strengen Richtlinien nachhaltig genutzt. Gleichzeitig wird der Lebensraum für Insekten, Tiere und Ureinwohner bewahrt, so dass nachhaltig kein Schaden entsteht. Das bringt allen etwas. Können wir so doch die Wälder auch künftig nutzen und man staune, sogar die Holzfirma arbeitet mit einem soliden Gewinn und kann dies so - und nur so - auch nachhaltig tun. 

Als einfaches Fussvolk können wir hier unseren Beitrag durch die Nachfragesteuerung leisten. Kaufen wir doch einfach Produkte mit den seriösen Labels und schauen wir daneben noch etwas mehr darauf, dass wir möglichst kein Papier und Holz verschwenden (Stichworte: Doppelseitiger Druck, Mehrere Seiten auf eine drucken, Fehldrucke als Notizpapier brauchen, Altpapier sammeln und entsprechend entsorgen für Recycling...).

Holz und Papier
In den letzten 50 Jahren verschwand die Hälfte der weltweiten Regenwälder durch Abholzung und Brandrodung. Boykotte haben nicht den nötigen Erfolg gebracht, waren teils sogar kontraproduktiv.
Unabhänig kontrollierte Labels helfen mit, eine umwelt- und sozialverträgliche Waldwirtschaft ohne Raubbau zu fördern.

Aus Quelle WWF.ch:
FSC-Logo
FSC (Forest Stewardship Council)
Holz und Papier aus natur- und sozialverträglicher Waldwirtschaft oder aus Recyclingfasern mit den Zielen: Erhaltung der biologischen Vielfalt und der damit verbundenen Werte.
Träger: Internationaler Verein, breit abgestützt
Forest Stewardship Council» 
Oecoplan Logo
Coop Oecoplan
Papierprodukte, welche zu 100 Prozent aus Recyclingpapier bestehen oder FSC zertifiziert sind. Zudem muss im Bereich Papeterie der ökologische Mehrwert des Produkts mittels Ökobilanz nachgewiesen werden. Holzprodukte mit dem Oecoplan-Label sind FSC zertifiziert oder stammen aus der Schweiz. Schädliche Stoffe wie Elementarchlor, Formaldehyd oder schwermetallhaltige Farbstoffe u.ä. sind verboten.
Träger: Coop
Coop Oecoplan»


Der Blaue Engel Logo
Der Blaue Engel
Papierprodukte aus Fasern, die zu 100 Prozent aus Altpapier bestehen. Die Richtlinien für Recyclingpapier schreiben zudem Grenzwerte für bestimmte Lösungsmittel und andere Schadstoffe vor; schwermetallhaltige Farbstoffe sind verboten.
Träger: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Der blaue Engel» 

21.10.2011

Jetzt geht mir ein Licht auf (Lampen unter der Lupe)



Abschied von der ineffizienten Glühbirne. Alternativen gibt es inzwischen viele: 

Energiesparlampen, Halogenlampen, LEDs.

Die Unsicherheit der Verbraucherinnen und Verbraucher ist jedoch groß – nicht zuletzt, weil anstelle der gewohnten Watt-Angaben plötzlich Bezeichnungen wie „Lux (lx)“ und „Lumen (lm)“ auftauchen. Was hat es damit auf sich?

Lux bezeichnet die Beleuchtungsstärke. Diese ist abhängig von der Lichtstärke der Lichtquelle und deren Abstand zur beleuchteten Fläche. Die Luxzahl gibt also Auskunft darüber, welche Lichtstärke auf einer Zielfläche (von einem Quadratmeter) ankommt. 

Heller Sonnentag 100‘000 Lx
Bedeckter Sommertag 20‘000 Lx
Büro/Zimmerbeleuchtung 500 Lx
Strassenbeleuchtung 10 Lx
Kerze ca 1m entfernt 1 Lx

Lumen dagegen bezeichnet den Lichtstrom oder die Lichtstärke, die von einer Lichtquelle für das menschliche Auge wahrnehmbar ausgeht. Die nachfolgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Lichtstärke von herkömmlichen Glühbirnen und (Kompakt-)Leuchtstoff-röhren:

Glühbirne 40 Watt  400 lm
Kompaktleuchtsofflampe 7 Watt 420 lm
(„Energiesparlampe“)
Glühbirne 60 Watt 720 lm
Kompaktleuchtsofflampe 12 Watt 720 lm
Glühbirne 100 Watt 1450 lm
Kompaktleuchtsofflampe 23 Watt 1380 lm
Leuchtstoffröhre 36 Watt 3420 lm
(mit elektronischem Vorschaltgerät)

Während Glühbirnen und Energiesparlampen nach allen Seiten abstrahlen, geht das Licht von einer LED gerichtet aus. Bei LED-Leuchtmitteln werden daher oft noch der Abstrahlwinkel oder der daraus abgeleitete Raumwinkel (sr) angegeben. Je schmaler der Winkel, desto höher die Beleuchtungsstärke auf einer Zielfläche. Allerdings bei entsprechend
konzentrierterer Zielfläche.

Geben Hersteller von Energiespar- oder LED-Lampen nur einen Lux-Wert für ihre Leuchtmittel an, so muss man wissen, mit welchem Abstand zur Zielfläche dieser ermittelt worden ist. Oft wird hier mit relativ kleinen Abständen gearbeitet, die in der Praxis nicht realistisch sind.

Die beste Orientierung beim Kauf erhalten Sie daher durch die Lumen-Angabe, idealerweise in Verbindung mit dem Abstrahlwinkel. 

Für das Wohlfühlempfinden ist es darüber hinaus ratsam, auch auf die Farbtemperatur zu achten. Diese wird in Kelvin angegeben. Herkömmliche Glühlampen leuchten mit einer Farbtemperatur von 2.200 - 2.800 Kelvin, was als „warmes Weiß“ empfunden wird. Eine Halogenlampe hat eine Farbtemperatur von 3.000 Kelvin, eine „kaltweiße“ Leuchtstoffröhre, wie sie gerne in den südlichen Ländern verwendet wird, von 4.000 Kelvin. Die Farbtemperatur des Tageslichts liegt zwischen 5.500 und 7.000 Kelvin.

Quelle:
Wolfgang Schürger
Beauftragter für Umwelt- und Klimaverantwortung (De)

Welche Lampe ist am umweltfreundlichsten?

Dübendorf, St. Gallen, Thun, 19. Oktober 2010
Empa berechnet Umweltverträglichkeit verschiedener Leuchtmittel

In einer neuen Studie haben Empa-Forscher die Ökobilanz verschiedener Beleuchtungsmethoden untersucht. Sie berücksichtigten dabei nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch Herstellung und Entsorgung sowie verschiedene Strommixe. Klare Siegerin ist die Energiesparlampe.

Roland Hischier, Tobias Welz und Lorenz Hilty von der Empa-Abteilung «Technologie und Gesellschaft» haben verschiedene aktuelle Beleuchtungsmethoden unter die Lupe genommen, um herauszufinden, welche Art der Beleuchtung effektiv die ökologischste ist.

Beurteilt wurden vier Lampenarten: klassische Glühbirnen, Halogenlampen, Fluoreszenzröhren und Energiesparlampen. Um den Gesamteinfluss einer Lampe auf die
Umwelt zu beurteilen, haben die Forscher eine Ökobilanz erstellt. Dabei werden die Stoff- und Energieströme über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts berücksichtigt, von der Produktion über den Gebrauch bis zur Entsorgung.

Erstes Ergebnis der Empa-Forscher:
Der Anteil an der Gesamtumweltbelastung, der durch die Produktion und Entsorgung der Lampen verursacht wird, ist gering…
Deutlich wird dies am Beispiel eines Kohlekraftwerks: Je nachdem, ob mit Braun- oder Steinkohle betrieben, stösst das Kraftwerk pro Kilowattstunde produzierten Stroms 0.042 bis 0.045 Milligramm Quecksilber aus. Bei einer Leistung von 1000 Megawatt wird die Luft durch ein solches Kraftwerk also pro Stunde mit 42 bis 45 Gramm Quecksilber belastet.

Energiesparlampen dürfen dagegen seit 2005 in ganz Europa noch maximal
fünf Milligramm Quecksilber enthalten. Anders ausgedrückt: Ein Kohlekraftwerk emittiert pro Stunde so viel Quecksilber, wie in 8400 bis 9000 Energiesparlampen enthalten ist.

Auf die Nutzung kommt es an
Die weitaus grösste Belastung für die Umwelt ist der Betrieb der Lampen. Ein wesentlicher Faktor ist dabei die Art des genutzten Stroms: Eine Glühbirne, die durch mit Wasserkraft erzeugtem Strom leuchtet, belastet die Umwelt weniger als eine Energiesparlampe, die mit europäischem Strommix läuft. «Durch die Wahl von umweltfreundlich produziertem Strom kann man also ökologisch mehr erreichen als durch die blosse Umstellung auf Energiesparlampen», so Roland Hischier.

Doch auch die Energiesparlampe bringt einen ökologischen Vorteil. Das zeigt sich bei der Bestimmung des «environmental break-even point», jener Brenndauer, nach der zwei verschiedene Lampen die Umwelt gesamthaft gleich stark belasten. Mit europäischem Strommix, der zu einem Grossteil «fossil» produziert wird, erreichen Glühbirne und Energiesparlampe aufgrund des wesentlich höheren Stromverbrauchs der Glühbirne den «environmental break-even point» sehr schnell, etwa nach 50 Stunden. Mit Schweizer Strom
ist dieser Punkt nach 187 Stunden Brenndauer erreicht. Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer einer Energiesparlampe von 10'000 Stunden – verglichen mit den 1000 Stunden einer Glühbirne – hat sich der Kauf einer solchen Lampe also nach kurzer Zeit ökologisch «amortisiert».

Ergänzung des Blog-Autors:

Eine oekologisch gute Alternative sind LED Lampen (LED vs. Energiesparlampe):

Die beiden Lampentypen sollten den Eigenschaften entsprechend eingesetzt werden: Wer eine warme Wohnzimmerbeleuchtung sucht, wäre mit der Verwendung von geeigneten Energiesparlampen gut bedient. Wer eine Beleuchtung benötigt, die nur kurzzeitig in Betrieb ist, sollte den Einsatz von Leuchtdioden (Led-Lampen) in Erwägung ziehen. Die erzeugen allerdings kälteres Licht.

14.10.2011

Nachhaltigkeit (hä...???)


Alle sprechen von Nachhaltigkeit (und niemand tut es). Was bedeutet Nachhaltig eigentlich. Wikipedia gibt folgende Kurzdefinition:

Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt die Nutzung eines regenerierbaren Systems in einer Weise, dass dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise regeneriert werden kann.


Klingt einigermassen kompliziert. 


Was ist "das regenierbare System": 
Das ist z.B. die Welt mit all seinen Rohstoffen die im ökologischen Kreislauf verbraucht, aber wieder erneuert werden. Das Problem: Die Erde braucht dazu Zeit. Alles kann der Mensch noch nicht forcieren. Öl zum Beispiel geht uns bald aus, weil die Erde seeeeeeeeeeehr lange braucht um wieder Öl herzustellen. Um genau zu sein: Mehrere Millionen Jahre (Öl entsteht übrigens u.a. aus Kleintieren wie Plankton - fand ich spannend).


Vieleicht kann man auch sagen was nicht nachhaltig ist, um zu verstehen was nachhaltig bedeutet. 


Nicht nachhaltig ist z.B.:
Die Produktion von Plastik, da der Rohstoff Öl in einer Weise verarbeitet und genutzt wird, dass dieser nicht wieder genutzt werden kann (Plastik wird mit einer oft geheimen und sehr unterschiedlichen Öl/Chemi-Mischung gewonnen und kann nicht sauber recycelt werden). Zudem braucht Plastik derart lange um von der Natur absorbiert zu werden und sorgt währendem für so viele Schäden, dass das System sogar gefährdet wird.


Kurzfristige radikale Gewinnoptimierung ist nicht nachhaltig. Da personelle und materielle Resourcen auf eine Art und Weise verschwendet werden, dass dies künftig höhere Kosten generieren und Erwartungen derart gesteigert werden, dass man auch im Folgejahr einen noch besseren Gewinn erwirtschaften muss. 


Weitere Beispiele gefällig? Hier ein paar Stichworte:


Holzwirtschaft!
Moderner Börsenhandel auf Basis von nicht realwirtschaftlichen Gebilden!
Bodennutzung!
Übermässige Produkton von Treibhausgasen...und und und

Wieso ist NACHHALTIGES DENKEN wichtig?

WEIL WIR ES SEIT DER INDUSTRIALISIERUNG GESCHAFFT HABEN UNS DERART ZU VERMEHREN, RESSOURCEN DERART ZU VERSCHWENDEN UND DABEI DERART GEDANKENLOS ZU SEIN, DASS DAS MEISTE NUN KNAPP WIRD ODER SOGAR SCHON AUSGEHT UND DER KREISLAUF INSGESAMT ZUSAMMENZUBRECHEN DROHT.

Was soll man nun ändern?

AM BESTEN NICHT KURZFRISTIG RADIKAL SICH SELBST. LIEBER SCHRITT FÜR SCHRITT SICH UND SEIN UMFELD, DAFÜR NACHHALTIG ;-)









05.10.2011

Plastic Planet


Soeben habe ich eine Dokumentation gesehen, die es in sich hatte! Ich hatte keine Ahnung, dass ich keine Ahnung habe - vor diesem Film.

Ein paar Infos daraus:

- Wir sind umgeben von Plastik! Schaut Euch um...was ist nicht aus Plastik?
- Es gibt einige hundert  fundierter Studien über die Gefährlichkeit von Plastik, aber viel weniger die das
   Gegenteil belegen und die wurden potenziell von Grossindustriellen in Auftrag gegeben.
- Mit Plastik wird viel hergestellt und in Plastik ist viel enthalten...wird aber nicht ausgewiesen!
- Plastik baut sich sehr schleichend ab und belastet so die Umwelt.
- Währenddem sich Plastik schleichend abbaut gibt es aber laufend Giftstoffe ab.
- Impotenz: Es ist nicht unwahrscheinlich, das Plastik schuld hat.
- Plastik wird von Tieren verzehrt - Wir verzehren Tiere!!!
- Plastik gibt Stoffe ab - Wir essen und trinken aus Plastik!!!

Ich denke beim Plastik ist es wie bei allem Anderen. Je mehr man darüber weis, desto grösser ist die Bereitschaft umsichtiger damit umzugehen - DARAUF SETZE ICH. Schaut ihn Euch an!

Übrigens lohnt es sich, den ganzen Film zu schauen. Er fängt eher harmlos an, steigert sich aber je länger der Film andauert.

LINK ZUR WEBSEITE, DIE UMFASSEND INFORMIERT:
http://www.plastic-planet.at

Auf Youtube kann man übrigens den ganzen Film anschauen (Plastic Planet), hier der Trailer:



Ich leg mich jetzt in meinen BAUMWOLL-BETTBEZUG :-). Gute Nacht!